Schutzmasken

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Informationen

Allgemein gilt:

Aufgrund der steigenden Fallzahlen hat der Bundesrat die Schutzmassnahmen bereits per 6. Juli 2020 verstärkt und die Maskenpflicht in allen öffentlichen Verkehrsmitteln eingeführt. Per 18. Januar2021 hat der Bundesrat die Maskenpflicht nochmals ausgeweitet: Es gilt auch Maskenpflicht in Aussenbereichen von öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betrieben, in Bereichen des öffentlichen Raums, in Innenräumen von Arbeitsbereichen und in der Sekundarstufe II.

Tragen Sie eine Maske, wenn Sie nicht zu Hause sind und Sie den Abstand zu anderen Personen nicht durchgehend einhalten können.

Oft werden Masken nicht richtig angewendet. Dann ist ihre Schutzfunktion vermindert und und für andere gesundheitsgefährdend. Deshalb ist es umso wichtiger zu wissen, wie man sie korrekt verwendet.
In Kombination mit der SWISSCOVID APP schützen sie sich und andere.

Hygiene Schutzmaske
Hygienemasken des Typ 1 sind für medizinische Zwecke zugelassen und wir für eine Tragezeit von 1.5 bis zu 2 Stunden empfohlen, auch «Chirurgische Maske» genannt
Schutzmaske SZBLIND
Die Maske zeigt zwei Menschen, einer davon mit weissem Stock. Zwischen den Menschen ist ein Pfeil, der 1,5 Meter Abstand markiert. || SZBLIND Fachstelle Hilfsmittel Telefon +41 (0)62 888 28 70 (Für Blinde- und Sehbehinderte)

Masken für Blinde- und Sehbehinderte

Erhältlich sind zwei Grössen (M – L)

Die Corona-Taskforce des Sehbehindertenwesen hat eine Schutzmaske mit Aufdruck entworfen. Der Aufdruck richtet folgende Bitte an unsere Mitmenschen: „Ich bin sehbehindert, bitte helfen Sie mir, den Abstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen einzuhalten. Danke.“ Damit die Botschaft sichtbar ist, haben wir die Bitte als Piktogramm umgesetzt. Die Maske zeigt zwei Menschen, einer davon mit weissem Stock. Zwischen den Menschen ist ein Pfeil, der 1,5 Meter Abstand markiert. Unter dem Pfeil steht das Wort Merci geschrieben. Die Person mit weissem Stock hat eine Sprechblase vor sich, in der ein durchgestrichenes Auge gezeigt wird.

Dank der Unterstützung von Schoeller Textil kann die hochwertige Maske für Blinde- und Sehbehinderte gratis abgegeben werden. Diese Stoffmaske mit dem offiziellen Prüflabel «TESTEX Community Mask» und OEKO-TEX 100 erfüllt die Anforderungen für Comminty Masks der Swiss National COVID-19 Science Task Force (Atemwiderstand, Partikelrückhaltevermögen und Widerstandsfähigkeit gegen Flüssigkeitsspritzer).

Was für Masken gibt es?

Die am weitverbreitetsten Masken sind Einweg-Hygienemasken, die auch «chirurgische Masken» oder «OP-Masken» genannt werden und üblicherweise blau-weiss oder grün-weiss sind. Aber wie unter «Was sollte man nicht tun?» erwähnt, sollte man sich mit diesen Masken nicht in falscher Sicherheit wiegen: infizierte Personen schützen vor allem ihr Umfeld damit, um sich selber zu schützen, eignen sie sich nur bedingt.

Atemschutzmasken oder sogenannte «filtrierende Halbmasken» (FFP2, FFP3) sind vor allem für den medizinischen Bereich vorgesehen. Es gibt unterschiedliche Varianten: solche mit und ohne Atemventil. Solche ohne Ventil filtern die Luft beim Ein- und Ausatmen und schützen die Trägerin und auch andere. Masken mit Ventil hingegen schützen nur die tragende Person und andere nicht. Infizierte Personen mit oder ohne Krankheitssymptome sollen diese Masken nicht benutzen, denn sie tragen zur Virenverbreitung bei. Grundsätzlich empfohlen sind filtrierende Halbmasken ohne Atemventil.

Maskenübersicht und Typenvergleich

Finden Sie hier die richtige Maske für Ihre Bedürfnisse. Ein Vergleich verschiedener Typen sowie deren Qualität, Eigenschaften und Anwendungsbereiche. Die verschiedenen Maskentypen welche erhältlich sind, wurden für verschiedene Schutzzwecke entwickelt und geprüft. Dementsprechend sind auch die Norm-Anforderungen und die Filterleistungen unterschiedlich. Wichtig ist, dass für den jeweiligen Schutz der geeignetste Maskentyp gewählt werden kann.
Für weiterführende Informationen werden sie, mit klicken auf das Bild, auf die Webseite der FLAWA geleitet.

Maskentypen
Bild: Maskentypen von Flawa GmbH

Wie verwende ich eine Maske richtig?

Für viele, die eine Maske tragen wollen, stellen sich im Alltag noch weitere praktische Fragen: Wenn man eine Maske zum Beispiel nur für die Fahrt im ÖV braucht und dann erst am Abend wieder für die Rückfahrt – was macht man in der Zwischenzeit damit? Darf man sie überhaupt für beide Strecken verwenden oder muss man sie zwingend beim Abnehmen entsorgen und für den Abend eine zweite anziehen? Oder was, wenn man zwischendurch etwas trinken will? Braucht man danach jedes Mal eine neue Maske? «Im Zusammenhang mit dem Öffentlichen Verkehr wird momentan ein Konzept für die Maskennutzung diskutiert», heisst es beim BAG. Man werde es zu gegebener Zeit kommunizieren.

Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt bei Hygienemasken folgendes Vorgehen:

Zusätzlich sollten Sie darauf achten:

Was sollte man nicht tun?

⇒ Vor dem Anziehen der Maske sollten Sie sich die Hände gründlich mit Wasser und Seife oder mit einem Desinfektionsmittel waschen. 

⇒ Setzen Sie die Maske vorsichtig auf, so dass Nase und Mund bedeckt sind. Ziehen Sie sie fest, damit sie eng am Gesicht anliegt. Es soll zwischen dem Gesicht und der Maske möglichst keine Lücke mehr geben. 

⇒ Berühren Sie Maske nicht mehr, sobald Sie sie aufgesetzt haben. Waschen Sie sich nach jeder Berührung einer gebrauchten Maske – zum Beispiel beim Abnehmen – die Hände mit Wasser und Seife oder mit einem Desinfektionsmittel. 

⇒ Ersetzen Sie die Maske durch eine neue oder saubere und trockene Maske, sobald sie feucht wird oder spätestens nach acht Stunden.

⇒ Verwenden Sie Einweg-Masken kein zweites Mal. Nach dem Tragen ist die Oberfläche potenziell kontaminiert und die Maske kann deshalb nicht wiederverwendet werden.

⇒ Berühren Sie die Masken beim Abnehmen nur an den Bändern hinter den Ohren und halten Sie sie von sich und Ihrer Kleidung weg. 

⇒ Sie sollten sie in einem geschlossenen Abfalleimer entsorgen, damit sich allfällige Viren, die darauf sind, nicht weiterverbreiten. 

⇒ Achten Sie darauf, dass die Maske richtig herum getragen wird. Es hat meist eine Innen- und Aussenseite.

⇒ Falls die Maske ein Metallstück über der Nase hat, dieses beim Anziehen festdrücken. Dann sitzt die Maske besser.

⇒ Tragen Sie die Maske nicht nur über den Mund oder nur über die Nase. Sie muss immer beides vollständig bedecken. Auch das Kinn.

⇒ Tragen Sie keine lose Maske. Sie muss immer eng anliegen.

⇒ Berühren Sie die Maske nicht. Zupfen Sie nicht daran herum, schieben Sie sie nicht zwischendurch auf die Stirn oder aufs Kinn. Sonst wird die Maske selber zu einer Virenschleuder und zu einer potenziellen Gesundheitsgefahr für Sie und andere.  

⇒ Lassen Sie keine gebrauchten Masken herumliegen, sondern entsorgen Sie sie immer sofort in einem geschlossenen Mülleimer.

⇒ Hygienemasken können nicht gewaschen und wiederverwendet werden, sondern müssen nach einmaligem Tragen entsorgt werden.

⇒ Bewahren Sie Einweg-Masken nach dem Gebrauch keinesfalls auf, sondern entsorgen Sie sie unverzüglich.

⇒ Eine Maske kann verhindern, dass eine bereits infizierte Person andere ansteckt. Aber wiegen Sie sich nicht in falscher Sicherheit, nur weil Sie eine Maske tragen. Hygienemasken schützen vor allem die anderen und nicht die Person, die sie trägt. 

⇒ Vergessen Sie also nicht, dass die Hygienemaske alleine keinen vollständigen Schutz bietet. Sie sollten weiterhin alle anderen Vorsichtsmassnahmen wie den Mindestabstand von zwei Metern und regelmässiges Händewaschen oder Desinfizieren einhalten sowie zuhause bleiben, wenn Sie Symptome aufweisen.  

Von der Maskenpflicht ausgenommen

Beispiele:

Der Bundesrat hält in der Verordnung fest, dass ein Teil der Bevölkerung von der Maskenpflicht ausgeschlossen ist.

⇒ Die Maskenpflicht gilt nicht für Kinder unter 12 Jahren;

⇒ Sie nehmen eine medizinische oder kosmetische Dienstleistung im Gesicht in Anspruch;

⇒ Sie arbeiten in einer Institution der familienergänzenden Kinderbetreuung, beispielsweise in einer Kita;

⇒ Menschen mit Behinderungen, wenn sie z.B. die Masken nicht selbstständig an- und abziehen können.

⇒ Personen mit Tetraplegie oder gewissen Muskelkrankheiten.

⇒ Personen mit z.B. Epilepsie oder bei Atemwegserkrankungen mit erhöhtem Erstickungsrisiko

⇒ Personen mit einer Hörbehinderungen die darauf angewiesen sind, die Lippen des Gegenübers zu lesen.

⇒ Personen mit Autismus wo eine Maske Stress und Panik auslöst, der zu einem sog. Meltdown führen kann.

Interview mit Marc Moser (Inclusion Handicap)

Es gibt vielfältige und zum Teil individuelle Gründe, weshalb gewisse Menschen mit Behinderungen keine Masken tragen. Inclusion Handicap ruft deshalb die ÖV-Nutzerinnen und -Nutzer sowie die Transportunternehmen auf, diesen Umständen Rechnung zu tragen, und einer Stigmatisierung vorzubeugen.

Oftmals sind Behinderungen auch nicht auf den ersten Blick sichtbar. Betroffene haben gute Gründe, weshalb sie keine Maske tragen (und dies auch nicht müssen). Im Zweifelsfalle hilft vorurteilsloses Nachfragen.

Erstellt: Bith
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