Kinderrenten

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IV-Revision: Es droht Kürzung der Kinderrenten

Trotz des gegenteiligen Antrags von CVP-Nationalrat Christian Lohr sprach sich die zuständige Nationalratskommission SGK-N erneut für eine Kürzung der Kinderrente von 40 auf 30 Prozent der Hauptrente aus.

Der Ständerat hatte sich noch einstimmig dagegen ausgesprochen, und das mit gutem Grund: Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hatte das Hauptargument der Kürzungs-Befürworter widerlegt. Ein Bericht hat klar aufgezeigt, dass selbst eine Familie mit einem tiefen Erwerbseinkommen am Schluss des Monates mehr Geld zur Verfügung hat als eine Familie mit IV-Rente (inkl. Kinderrente) und EL zusammen.

Die äusserst knappe Mehrheit der SGK-N aber blieb uneinsichtig und zeigte sich resistent gegen die neuen Fakten.
Sie will um jeden Preis Sparmassnahmen in dreistelliger Millionenhöhe durchpauken. Leidtragende sind Kinder von IV-Eltern, die schon heute schlechtere Startchancen ins Leben haben und nachweislich stärker armutsgefährdet sind.

Die IV-Weiterentwicklung kommt voraussichtlich im Dezember in den Nationalrat.
Inclusion Handicap und AGILE.CH werden sich dafür einsetzen, dass die neu gewählte grosse Kammer den unverantwortlichen Entscheid korrigiert und sich wie der einstimmige Ständerat gegen die Kürzung der Kinderrente ausspricht.

Erstellt: Bith
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